Europaweite Marktabfrage „more capacity“ sehr erfolgreich: Fernleitungsnetzbetreiber veröffentlichen Nachfrageanalyse

73 Einzelanfragen bis ins Jahr 2041 – mehrere technische Studien geplant

Kassel. Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) GASCADE Gastransport GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH und ONTRAS Gastransport GmbH haben heute die Analyse ihrer europaweiten Marktabfrage „more capacity“ im Internet veröffentlicht. Insgesamt stellten acht Marktteilnehmer 73 Einzelanfragen, die  sowohl frei zuordenbare Kapazität (fzK) als auch dynamisch zuordenbare Kapazität (dzK) beinhalten. Die Anfragen reichen bis ins Jahr 2041 und beziehen sich auf die Marktraumübergänge zwischen GASPOOL und Polen, Russland, Tschechien, den Niederlanden und NetConnect Germany (NCG). Auf der Einspeiseseite summieren sich die angefragten Kapazitäten auf bis zu rund 89 GW pro Jahr, auf der Ausspeiseseite liegen sie bei insgesamt rund 107 GW.

Mit Blick auf diese Ergebnisse erstellen die beteiligten FNB im nächsten Schritt technische Studien. Diese beziehen sich auf die vorhandene Transportinfrastruktur an den jeweils angefragten Marktraumübergängen und den ermittelten marktraumüberschreitenden Kapazitätsbedarf.  Im Ergebnis sollen notwendige Ausbaumaßnahmen abgeleitet werden, wie beispielsweise neue Leitungsverbindungen, Ein- und Ausspeisestationen sowie neue Verdichterstationen.

Um mögliche Verbindungen zu Projekten, die bereits Teil des Netzentwicklungsplanes (NEP) Gas 2016 sind, frühzeitig erkennen zu können und für die Regulierungsbehörde zusammenzuführen, werden die technischen Studien mit der Modellierung des NEP 2016 synchronisiert. Sie sollen bis Ende März 2016 abgeschlossen sein.

Die drei FNB hatten vom 21. August bis zum 16. Oktober 2015 ergänzend zum Verfahren des NEP eine Marktabfrage zur Ermittlung des Bedarfs neuer Transportkapazitäten für H-Gas an den Grenzen des Marktgebietes GASPOOL durchgeführt. Ziel war es, den künftigen Bedarf für neue marktraumüberschreitende Transportkapazitäten so früh und so realistisch wie möglich einschätzen zu können, um so die Weiterentwicklung der Gasfernleitungsinfrastruktur im Sinne des europäischen Binnenmarkts und der Versorgungssicherheit zu unterstützen.