Wirtschaftliche Betrachtung der nachgefragten Angebotslevel

Wirtschaftliche Betrachtung

Beispielhaftes Ergebnis einer Auktion für Jahreskapazitäten
Abb. 2: Beispielhaftes Ergebnis einer Auktion für Jahreskapazitäten

Zur wirtschaftlichen Betrachtung der nachgefragten Angebotslevel soll der so genannte Ausbuchungsgrad verwendet werden. Mit der Anwendung des Ausbuchungsgrades verfolgen die Fernleitungsnetzbetreiber das grundsätzliche Ziel, dass die Investitionsmaßnahmen weitestgehend in der Erstvermarktung abgesichert werden. Der Ausbuchungsgrad ist ein Schwellenwert zur Schaffung einer transparenten Entscheidung, ab welcher Kapazitätsbuchung ein Angebotslevel als erfolgreich vermarktet gilt (positives Ergebnis) und damit umgesetzt wird. Der Ausbuchungsgrad wird je Netzpunkt und Angebotslevel individuell durch den jeweiligen Fernleitungsnetzbetreiber ermittelt. Dabei werden die zu berücksichtigenden Reservierungsquoten für die Kurzfristvermarktung mit in die Ermittlung des Ausbuchungsgrades einbezogen. 

Der Ausbuchungsgrad kommt nach der Kapazitätsauktion im März 2017 zur Anwendung. Dabei wird bei jedem Angebotslevel verglichen, ob das Verhältnis aus der Summe der für jedes Jahr gebuchten Jahreskapazität und aus der Summe der für jedes Jahr durch den FNB angebotenen Jahreskapazität größer ist, als der für dieses Angebotslevel festgelegte Ausbuchungsgrad. Wird der Ausbuchungsgrad erreicht oder überschritten, so ist die wirtschaftliche Betrachtung des Angebotslevels positiv ausgefallen. Für Angebotslevel deren Ausbuchungsgrad unterschritten wird, ist das Ergebnis der wirtschaftlichen Betrachtung negativ. 

Im Folgenden und in Abbildung 2 kann beispielhaft die Anwendung des Ausbuchungsgrad nachvollzogen werden.

Ein für dieses Beispiel angenommener notwendiger Ausbuchungsgrad von 65 % würde bei der wirtschaftlichen Betrachtung zu einem negativen Ergebnis führen.

Bei einem angenommenen notwendigen Ausbuchungsgrad von 55 % würde die wirtschaftliche Betrachtung zu einem positiven Ergebnis führen.