Zentrale Begriffe dieser Marktabfrage

Glossar

Dieses Glossar soll zentrale Begriffe der Marktabfrage sowie des geplanten weiteren Verfahrensablaufs in Form einer kurzen Übersicht erläutern. Im Falle von Widersprüchen geht die jeweilige Darstellung in den Teilnahmebedingungen und in der Vorhabenbeschreibung vor. 


Frei zuordenbare Kapazität (fzK)

Bei frei zuordenbarer Kapazität sind die Entry- und Exitkapazitäten innerhalb eines Marktraumes frei kombinierbar. Die Kapazitäten sind zudem fest. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit des virtuellen Handelspunktes.


Dynamisch zuordenbare Kapazität (dzK)

Bei dynamisch zuordenbarer Kapazität haben die Entry- oder Exitkapazitäten eine Zuordnungsbeschränkung. Diese Zuordnungsbeschränkung kann ggf. variieren und wird mit einer Ziffer gekennzeichnet (dzK-dzK4) Bei dzK können immer nur bestimmte Netzpunkte erreicht werden, wobei diese Kapazität jedoch fest ist. Die Erreichbarkeit des virtuellen Handelspunktes ist hingegen nur nach Können und Vermögen auf unterbrechbarer Basis gegeben.


Marktraumgrenze

Übergang von einem Marktraum zu einem angrenzenden Marktraum. Marktraumgrenzen zu Markträumen außerhalb der europäischen Union sind eingeschlossen. Die Betrachtung erfolgt losgelöst von der bestehenden Infrastruktur und fokussiert nicht auf einzelne Netzbetreiber oder Netzpunkte. 


Technische Studie

Modellierung je Marktraumgrenze mit der die notwendigen technischen Aus- oder Umbaumaßnahmen für ein oder mehrere Angebotslevel ermittelt werden. Nach Abschluss der Modellierung werden netzpunktscharf Angebotslevel definiert.


Ökonomischer Test

Test zur Bewertung der Realisierbarkeit von Projekten zum Angebot neuer Kapazität. 


Neue Kapazität

Bedeutet eine mögliche Steigerung der technischen Kapazität, welche durch Investitionen oder langfristige Optimierung des Netzes und nach positivem Markttest realisiert wird (an bestehenden Grenzübergangs- und oder Marktgebietsübergangspunkten, durch Bau eines oder mehrerer neuer Grenzübergangs- und oder Marktgebietsübergangspunkte, als physische Gegenstromkapazität, welche zuvor noch nicht angeboten wurde). 


Angebotslevel

Kapazitätsangebote auf Basis der Netzausbaumaßnahmen, die sich aus den Ergebnissen der Marktabfrage sowie den technischen Studien ergeben haben. Die Level unterscheiden sich je nach Marktraumgrenze (Grenzübergangspunkt) und sind hier einsehbar.


Vorvertrag

Durch den Abschluss eines Vorvertrags über die für einen wirtschaftlichen Ausbau notwendigen Kapazitäten wird den TK als auch den more capacity-FNB die erforderliche Sicherheit gegeben, dass die gewünschten Kapazitäten in der Jahresauktion angeboten bzw. nachgefragt werden. 


Parallele Auktion

Der more capacity-FNB bietet seine Bestandskapazitäten und neuen technischen Kapazitäten im Rahmen der Jahresauktion 2017 in einem mehrstufigen Auktionsverfahren gemäß Art. 17 NC CAM an. Dabei finden die Auktionen für Bestandskapazitäten und neue technische Kapazitäten parallel statt. Neue technische Kapazitäten werden hierzu gesondert durch einen geeigneten Index gekennzeichnet oder durch Hilfspunkte vermarktet. An bereits bestehenden Grenzübergangspunkten werden sowohl Bestandskapazitäten als auch neue technische Kapazitäten mit EGB angeboten. Falls der more capacity-FNB an einem Netzpunkt mehrere Angebotslevel offeriert, wird er hierzu auf der Primärkapazitätsplattform PRISMA zusätzliche und gleichlautende Netzpunkte in Form von Hilfspunkten erstellen und je Hilfspunkt ein weiteres Angebotslevel vermarkten. Im Anschluss an die Jahresauktion entscheidet der more capacity-FNB im Rahmen einer wirtschaftlichen Betrachtung, welches Angebotslevel als Basis für einen Ausbau gelten soll. Falls ein TK auf mehrere Angebotslevel erfolgreich geboten hat, werden alle Buchungen von neuen technischen Kapazitäten, die nicht weiter betrachtet werden, vom more capacity-FNB storniert.